Basenfasten, was ist das denn?

In meinem letzten Beitrag habe ich Euch ja schon von meinem neuem Erlebnis dem Basenfasten geschrieben. Damit der Beitrag nicht zu lang wurde habe ich den Teil was Basenfasten überhaupt ist einfach mal frecher Weise weggelassen. So wie in einem guten Thriller erst die Spannung aufbauen und dann Kawumm die Infos liefern. Na gut, ich bin weit von einem Thriller entfernt und dann auch noch von einem guten! 😉  So aber nun zurück zum Thema was ist eigentlich Basenfasten?

Da es mehrere Basenfastenbücher von verschiedenen Autoren gibt und ich mich nur mit Sabine Wacker beschäftig habe, kann ich auch nur über die Wacker-Methode berichten. Die anderen Autoren habe ich bewusst außer Betracht gelassen, da ich mich nicht noch mit 5 anderen  beschäftigen wollte und Frau Wacker nun mal sehr bekannt ist und auch am meisten Bücher zu dem Thema geschrieben hat.

Basenfasten beschäftigt sich mit dem Säure-Basen-Haushalt des Körpers und wird von Frau Wacker wie folgt beschrieben:

Basenfasten ist das Fasten mit Obst, Gemüse, Salat und frischen Keimlingen. Auch einige Nussarten gehören beim Basenfasten auf den Speiseplan. Für ein bis zwei Wochen verzichten Sie dabei auf alle Lebensmittel, die im Körper Säure bilden: auf alle tierischen Produkte wie Fleisch, Wurst, Fisch, Meeresfrüchte, Milchprodukte, aber auch auf Getreide und Getreideprodukte, Süßigkeiten und auf Säure bildende Getränke wie Kaffee, Schwarztee, Fürchtete, grünen Tee, Limonaden und Alkohol.

Quelle: Basenfasten richtig einkaufen von Sabine Wacker

Also kurz gesagt, in der 7 Tage-Kur isst man viel Obst, Gemüse, Salat, Kartoffeln und als Süßigkeitenersatz ungeschwefeltes Trockenobst und Nüsse.

Und genau das passte super zu mir, Milchprodukte kann ich eh nicht mehr essen, Getreide auch nur glutenfrei und dadurch habe ich mich bisher auch oft mit veganer Ernährung beschäftigt. Bingo, die Fastenkur für mich!

Aber nun weiter im Text, was ist denn so schlimm an Säure haltigen Lebensmitteln? Eigentlich nichts, wenn man die Säuren in Maßen isst und der Körper diese ganz normal verwertet ist der Säure-Basen-Haushalt automatisch im Gleichgewicht, und dann ist laut Frau Wacker auch keine ernsthafte chronische Erkrankung möglich! Wenn man sich nun mal seine Ernährung anschaut besteht diese heut zu Tage leider mehr aus säurebildende Lebensmitteln und weniger aus basischen. Richtig, genau da ist das Problem…mit den Jahren wird der Darm überhäuft mit unser sauren Lebensweise, denn durch Morgens das Brötchen mit Marmelade und ner Tasse Kaffee, Mittags schnell ein Smoothie mit ner Portion Pommes, Abends dann nochmal ein leckeres Reisgericht mit Lachs und natürlich gönnt man sich zwischendurch auch mal ein Glas Limo und ach komm das bisschen an Süßigkeiten schadet jetzt auch nicht mehr, war es dann mit einem Gleichgewicht. Dazu kommt noch der Streß, wenig Bewegung und ab und an auch der Schlafmangel. Und schon haben wir an einem Tag ein basisches Lebensmittel, den Smoothie, zu uns genommen (ich lass jetzt das Öl mit dem wir den Lachs angebraten haben außer Betracht ;-). Im Rest der 95% sind nur Säurebildner und zwar im Überfluss drin, auch wenn man es kaum glauben mag. Das Resume ist mit den Jahren wird der Stoffwechsel langsamer, der Darm neigt zu Verdauungsstörungen (Verstopfung oder Durchfall), man fühlt sich abgeschlagener und jetzt kommen noch die natürlich nicht wissenschaftlich belegten Dinge die mit im Buch aufgeführt wurden:

  • chronische Erkrankungen
  • Allergien
  • Migräne, Kopfschmerzen
  • Akne, Hautunreinheiten
  • Zellulitis
  • Osteoporose
  • Gicht, Arthrose, Gelenkentzündungen, Rheuma
  • Zyklusstörungen, PMS, starke Wechseljahresbeschwerden

Also nicht gerade wenig was zu viel Säure in unserem Körper anrichten bzw. verstärken soll. Das Ganze hat mich zum nachdenken gebracht, wie viel basische Lebensmittel ich eigentlich so zu mir nehme. So ein typischer Tag bei mir sieht essensmäßig so aus:

Morgens: Overnight Oats , 1 Scheibe glutenfreies Brot mit Salami und Tomate mit 1 Tasse  Roiboos oder Schwarzen Tee

Zwischenmahlzeit: 1 Glas Cola und eine Portion Obst (Banane, Apfel, Nektarine oder Smoothie)

Mittag: gehe ich meistens nichts essen, ab und an nochmal eine Tasse Tee

Zwischenmahlzeit: Smoothie oder etwas Süßes bei stressigen Tagen (vegane Schokolade, oder Gummibärchen oder glutenfreie Cookies)

Abends: Reispfanne mit Hähnchen und Paprika, dazu ab und an ein Glas Weißwein / Hugo und manchmal danach noch etwas Süßes

Tja, da ernähre ich mich gegenüber den Fast Food Menschen schon gesund und dennoch habe auch ich viele Säurebildner dabei. Der Vorteil ist, dass ich einige Säurebildner auch weglassen und mein Leben allgemein basischer gestalten kann. Bei den Overnight Oats kann ich auch mal den Sojajoghurt weglassen und als Basis die zerdrückte Banane nehmen oder einfach das basische Müsli dafür einsetzen. Die Scheibe Brot kann ich wunderbar mit Gurken und Tomaten essen und anstatt Abends geschälten Reis zu nehmen, nehme ich einfach Kartoffeln mit einer Gemüsepfanne und schon ist mein Tag ausgewogener gestaltet. Nein, keine Angst ich werde jetzt nicht panisch vor Säurebildner, aber auch bei Säurebildner gibt es gute und schlechtere. Dazu aber später mal mehr.

Jetzt wissen wir schon mal, was die Säuren anrichten können und was grob basische Lebensmittel sind. Dann kommen wir jetzt zu dem Rahmen für die Fastenkur.

Rahmen:

  1. Die Motivation für die Kur muss vorhanden sein und ist das Wichtigste!
  2. Die Ernährung muss für die Fastenkur (7 oder 14 Tage) wirklich zu 100% basisch sein
  3. Der Genuss sein Essen ansprechend zu genießen, ganz wichtig für sein Wohlbefinden
  4. Viel Trinken, empfohlen wird eine Trinkmenge von 2 – 3 Litern pro Tag
  5. Darmreinigung, ja ich weiß kein Lieblingsthema im Leben, aber es gehört dazu
  6. Bewegung, ca. 30 Minuten am Tag durch Yoga, Sport, Spazierengehen,…
  7. Erholung dazu zählt 8-9 Stunden Schlaf, sich selbst Ruhe gönnen, gerne auch eine Massage oder Sauna (ist kein Muß),…

Wenn dieser Rahmen zu 100% erfüllt werden kann, dann kann es weitergehen mit den Regeln während der Fastenkur! Wenn der Rahmen nicht erfüllt werden kann, tja, dann lohnt sich auch nicht die Fastenkur…sorry!

Die 10 goldenen Wacker-Regeln:

  1. Nur Rohkost essen, wenn man diese auch verträgt
  2. Rohkost nur bis 14Uhr essen
  3. Nach 18Uhr nichts mehr essen
  4. So viele naturbelassene Lebensmittel wie möglich verwenden
  5. Nicht zu viel essen (so wenig wie möglich und nur so viel wie nötig)
  6. Keine wilden Mischungen (pro Mahlzeit 2 -3 verschiedene Sorten verwenden)
  7. Gewürze sparsam verwenden
  8. Nur die basischen Lebensmittel essen die man wirklich mag
  9. Mehr Gemüse als Obst essen (aber nur reifes!)
  10. Gründlich kauen (gut gekaut ist halb verdaut)

So, wenn jetzt nach diesen 10 Regeln immer noch ein „Ja, ich will“ im Kopf rumschwirrt, dann steht der Basenfastenkur eigentlich nichts mehr im Weg! Yeah!!! 🙂

Im nächsten Beitrag werde ich dann noch näher auf das Basenfastenprogramm eingehen!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s