Fasten? Ich? Is klar…

Ich habe vor Jahren immer über die Leute gelacht die Fasten ja so toll finden und sich täglich abquälen mit ihrem Tee oder Süppchen und ich zusehen konnte wie die Laune und auch der Wille von Tag zu Tag immer mehr sank. Warum machen die das, wenn das so schlimm ist? Und brauch man das wirklich im Leben?

Bisher war meine Antwort, „Nein, ich brauche sowas nicht im Leben!“ Ist doch eh alles Schwachsinn, der Körper ist doch dafür da sich selbst zu regulieren und die Mediziner und viele Zeitschriften sagen doch auch, dass es egal ist, entschlacken gibt es nicht! So! Somit war das Thema für mich bis jetzt auch erledigt, sollen die doch machen ich benötige das nicht!

Nach einer langen und schmerzhaften Leidensgeschichte wurde im Oktober 2011 festgestellt, dass mein Darm gar kein Charme mehr hatte und sich gegen Gluten, Milcheiweiß (von Kuh, Schaf und Ziege) und Hühnerei wehrt. Er will die Produkte nicht mehr in sich haben und hat eine Unverträglichkeit entwickelt. Mein Körper entwickelt eine Unverträglichkeit ohne mich zu fragen??? Hallo??? Wie geht das denn? Tja, da konnte der Arzt mir nur folgenden Satz mitgeben „Das ist die gleiche Frage mit dem Huhn, was war zuerst da? Das Huhn oder das Ei?!“ Okay, ich habe es kapiert, entweder ich habe mir durch meine Ernährung und Antibiotika meine Darmflora zerstört und dadurch die Unverträglichkeiten entwickelt oder die Unverträglichkeiten haben sich gebildet und dadurch mit meiner Darmflora Rambazamba gemacht. Das i-Tüpfelchen war noch, dass er meinte das meine Blutergebnisse so schlecht sind, das wenn er mich nicht kennen würde aus den Ergebnissen ein Menschen sieht der seit 1 Jahr in einer dunklen Höhle lebte und sich nur von Wasser ernährt hat! Tja, also bei mir war alles wohl wortwörtlich im Ars***!

Dieser Tag war der Beginn für mich mir Gedanken über Nahrungsmittel machen zu müssen! Okay, ich hätte nicht gemusst, aber ich wollte ja wieder leben können ohne Krämpfe und Schmerzen und da blieb nur der Verzicht auf diese Lebensmittel. 2011 war das noch echt schwierig und ich bin soooooo froh, dass die Zeit sich mittlerweile zu meinen Gunsten gewandelt hat und vegan und glutenfrei mehr Bedeutung zu gemessen wird und somit immer mehr Produkte im Supermarkt Einzug erhalten haben und auch die Restaurants und namenhafte Hersteller und Cafés sich der Nachfrage angepasst haben. Das Leben ist aktuell viel einfacher und es ist keine Belastung mehr diese Unverträglichkeiten zu haben.

Aber trotz dieser anfänglichen Belastung habe ich von Jahr zu Jahr immer mehr über meine Ernährung dazugelernt und viel ausprobiert und stehe neuen Dingen viel offener entgegen als früher. Ernährung macht mir mittlerweile Spaß und ich weiß was „gute“ und was „schlechte“ Inhaltsstoffe sind und das gute Ernährung mehr bewirkt als irgendein Nahrungsergänzungsmittelchen. Somit bin ich 2015 auch auf das Thema Fasten gestoßen, dank meiner besten Freundin die sich ein Buch dazu gekauft und somit wieder meine Neugierde geweckt hatte.

Fasten ist nicht gleich Fasten, wie ich immer dachte und dann auch bemerkte. Nein, es gibt um hier ein paar aufzuzählen z.B. die Heilfastenkur nach Buchinger, die F.X. Mayr Fastenkur, Saftfasten, Suppenfasten, Veganfasten und das Basenfasten. Joa, schön das es so viele gibt und gut das ich ein Bibliotheksausweis habe und mir ein paar Bücher dazu ausleihen kann ohne extra Geld auszugeben. Somit habe ich mir nun neue Lektüre beschafft und angefangen darin zu stöbern. Es war interessant, jedoch habe ich kein Buch zu Ende gelesen und die Bücher immer mal wieder ausgeliehen. Doch dann Anfang 2016 viel mir das Buch „Basenfasten! die Wacker-Methode (Link zu Amazon zum benannten Buch) in die Hände und die Methode fesselte mich und kam mir auch logischer vor als die anderen Kuren, denn bei dieser Kur isst man weiter feste Nahrung denn hier liegt die Wichtigkeit basische Lebensmittel zu sich zu nehmen und auf die Säurebildner in der Kur zu verzichten.

Damit habe ich schnell entschieden das ist MEINE Methode, das ist etwas was ich mit meinem Verstand und auch mit meinem Bauch vereinbaren kann. Um so mehr ich las, um so interessierter wurde ich und lieh mir auch noch die anderen Bücher Basenfasten für Eilige, Basenfasten das große Kochbuch, Basenfasten & Schüßler-Salze, Basenfasten richtig einkaufen und Basenfasten deluxe (ja, ich kann euch einen Bibliotheksausweis echt empfehlen, man hat so viele Freiheiten in der Wissensaufnahme 😉 ) aus.


Es machte mir Spaß das Thema immer tiefer zu ergründen und somit beschloss ich, ihr werdet es kaum glauben, in meinem nächsten Urlaub die Basenfastenkur zu beginnen!!!!

Wenn jetzt die Frage aufkommt, ob man damit auch abnehmen kann, dann kann ich dies bejaen! Frau Wacker weist extra darauf hin, dass durch die bewusste Ernährung auch die Pfunde purzeln „können“. Es liegt natürlich daran wie viel man während der Kur ist. Wenn man sich nun mal jeden Tag ne Tüte Trockenfrüchte und ein Glas Oliven zu den 3 Mahlzeiten isst, wird das auch nix mit dem abnehmen! Menschen die nicht abnehmen wollen, essen einfach so viel das sie sich gut fühlen!

Ehrlich habe ich zur Zeit ein kleines, für viele bestimmt lachhaftes, Gewichtsproblem. Irgendwie nehme ich seit Monaten nur noch zu und schaffe es nicht mehr auf mein Normal- und Wohlfühlgewicht von 63kg zu kommen (bei 1,78m). 😦 Da die Gewichtszunahme von 6kg trotz Sport und gesunder Ernährung komisch ist und dazu noch viele Symptome wie extreme Müdigkeit, Motivationsprobleme, Konzentrationsschwäche, splittrige Fingernägel, sehr spröde Haare, Kälteempfindlichkeit dazugekommen sind geht’s demnächst zum Nuklearmediziner da meine Schilddrüsenwerte auf eine latente Unterfunktion hindeuten und die Symptome leider auch darauf passen! Daher habe ich durch die Fastenkur nicht mit einer Gewichtsabnahme für mich gerechnet und der Grund lag darin es einfach mal auszuprobieren, ob es mir persönlich etwas bringt! 🙂

Meiner nächster Urlaub ließ zum Glück auch nicht lange auf sich warten und heute ist meine erste Fastenkur auch schon vorbei! 7 Tage plus 1 Vorbereitungstag und ja, ich habe es durchgezogen und geschafft!!!! Weiß gerade nicht über was ich mich mehr freue, dass ich gefastet habe oder endlich mal wieder was durch meinen Willen beendet habe! Ach egal, die Freude ist da und das ist das Wichtigste, somit werde ich Euch in den nächsten Beiträgen mehr davon berichten! 🙂

 

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3 Gedanken zu “Fasten? Ich? Is klar…

  1. klingt sehr interessant, die Methode. ich glaube, das wäre auch eine Methode für mich. ich krieg wohl n Tag nur mit Flüssignahrung hin, aber da hörts dann auch auf 😀 ich mache z.B. heute einen Obsttag mit viel Wassermelone, sowas geht 😉

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    • Morgen beschreibe ich die Methode nochmal etwas genauer. 😉
      Aber mir geht es echt wie Dir…nur Flüssignahrung, da macht mein Kopf nicht mit. 😂
      Yammie Wassermelone…genieße sie und lass es Dir schmecken!!!!😁🍉

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  2. Pingback: Basenfasten, was ist das denn? | einzigartignormal

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